Kaum eine Branche entwickelt sich schneller als der IT-Sektor!

Unter dem Namen „Digital 4.0„, „Industrie 4.0„, „Wirtschaft 4.0„, „KMU 4.0“ und „Digitale Transformation“ gibt es Europaweit in jedem Land Initiativen den Fortschritt durch die Digitalisierungsoffensive voranzutreiben!

Hier zu wurden von den einzelnen Ländern auch gewisse Fördertöpfe ins Leben gerufen um Unternehmen finanziell zu unterstützen die internen Abläufe, Prozesse und Kommunikationsstrukturen zu modernisieren. Z.b. das KMU Digital Programm, Digital 4.0, Industrie 4.0, Digital 2020, Europa 2020, etc.

Rückblick

In den letzten Jahren hat es einen regelrechten Wandel sowohl in der IT als auch in der Digitalisierung und der Arbeitsweise gegeben, und die laufende Digitalisierungsoffensive bis 2020 wird dazu führen das Unternehmen welche jetzt den Wandel der Zeit aktiv mit umsetzen, sowohl Innerbetrieblich als auch außerbetrieblich, einen regelrechten Wirtschaftsboom erfahren. Die Gesamtoffensive wird dazu beitragen das Europa in den nächsten Jahren buchstäblich in ein High-Tech-Zeitalter katapultiert wird. Es werden neue Abläufe, Prozesse und Geschäftsmöglichkeiten entstehen sowie neue Aufgabenbereiche und Jobs.

Das ist seit dem 2000er Jahr der erste große Wandel. Während es von den 1980er bis 2000er Jahren immer wieder regelrechte Fortschritte was die Leistung der Hardware und Softwareumgebungen anbelangte gab, wird es jetzt 20 Jahre später eine regelrechte Veränderung der gesamten Arbeitsweise geben und zu einer wirtschaftlichen Beschleunigung führen!

Immer neue Produkte welche in den letzten Jahren auf den Markt kamen fügen sich nun langsam wie ein Puzzle zusammen und verzahnen ineinander, was exponentielle neue Möglichkeiten ergibt. Es hat fast den Anschein als wurde unsere Zivilisation langsam und zielgerichtet in den letzten Jahrzehnten an diese neue Zukunft herangeführt (langsame Einführung von neuen Produkten um die Menschen nicht zu überfordern… zuerst kam das Smartphone, dann das Tablet, der SmartTV gefolgt von IoT und persönliche digitale Assistenten wie Alexa, Siri etc.).

Wer schnell ist, wer kreativ ist, wer auf den Zug aufspringt, wer versteht und wer umsetzt – und dabei die Hilfe der Fördermöglichkeiten in Anspruch nimmt – wird auch in der neuen Zukunft seinen Platz finden und weiterhin Geschäfte machen!

Auch wir als IT-Unternehmen folgen mit Anspannung und Freude den kommenden Veränderungen 🙂
Für viele IT-Unternehmen oder Dienstleister ist es schwierig sich von alteingesessenen Ideologien zu trennen und neue Aspekte zuzulassen. Das ist jetzt nicht mal verwerflich gemeint, sondern ist „By-Design“ so, da die Strukturen früher eher starr waren.

Warum wir anders waren und nach wie vor sind

Wir sahen uns schon immer eher als Querdenker, Vorreiter und Kreatives Unternehmen an!
Wir „lieben Technik“ und wir gingen von Beginn der Gründung im Jahr 2005 schon eher immer den „rebellischen“ Weg. Für uns waren die Dinge nie Starr. Wir blickten stets über den Tellerrand und erkannten auch immer wieder Möglichkeiten verschiedene Produkte miteinander zu kombinieren. Technisches Verständnis gepaart mit Kreativität bietet einem fast grenzenlose Lösungs-Möglichkeiten. Wie ein Künstler welcher stets ein „einzigartiges“ Bild kreiert, kreierten wir stets einzigartige Lösungen.

Im Januar 2018 haben wir begonnen unsere internes Geschäftsmodell völlig neu zu erfinden, neue Produkte und Lösungen zu kreieren, den Wandel der Zeit mit zugehen, sich zu transformieren. In etlichen Monaten der intensiven Selbstreflexion und Auswertung aller Daten, Ergebnisse und Lösungen der Vergangenheit entstanden wie aus dem Nichts unaufhörlich neue Erkenntnisse. Und daraus neue Produkte und Leistungen welche sowohl skalierbar als auch miteinander kombinierbar sind oder sich miteinander verzahnen lassen.

Was hat sich bei uns in diesem Jahr bei MISA getan?

Aus diesem Grund sind wir auch sehr stolz seit einigen Monaten auf der Seite der Wirtschaftskammer sehr gut vertreten zu sein und in diversen Beratungs-Portalen mit gelistet zu werden.

Folgende Auszeichnungen und Zertifikate haben wir daher bis jetzt in diesem Jahr erhalten, auf unserem Wege der Digitalisierung 4.0:

  • DSGVO-Berater
  • Anbieter von IT-Tools zur Umsetzung der DSGVO
  • Expert Group: IT-Security
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter/-Manager
  • Lehrbetrieb im Bereich IT-Technik und Mediendesign
  • Gütesiegel Austrian Cloud

Aber was bedeutet das? Noch vor kurzen hörte man Web 2.0, jetzt heißt es Digital 4.0. Durch die Anführung von Versionsnummern erscheint es einem man komme dem Wandel nicht mehr hinterher oder hat etwas verpasst.
Auch wir haben uns lange gefragt was dieser Wandel wirklich bedeutet! Waren wir etwa in den letzten knapp 15 Jahren zu sehr „kreativ„? Haben wir uns zu wenig mit den neuen „Modeerscheinungen“ beschäftigt? Haben wir wohl möglich den Zug verpasst? Auch wir mussten zugeben das wir mit diesen „Modebegriffen“ nie wirklich etwas anfangen konnten (oder wollten), klangen oder klingen sie doch ein wenig zu „Nerdig„! Und als kreativer und professioneller IT-Dienstleister wollte man sich nicht mit Nerd´s vergleichen oder messen 🙂

Bei unseren Kunden stieß man ohnehin nur auf Unverständnis denn schließlich verkauft der Bananenverkäufer heute immer noch Bananen und repariert der Kfz-Mechaniker immer noch Autos. Begriffe wie „Web 2.0“ oder „Digitalisierung“ stießen hier eher auf Brechreiz, schließlich hat man etwas schon immer so gemacht, da war kein Platz für Neues! Wozu auch… es läuft ja alles…

Was hieß das nun für uns?

Also setzten wir uns hin und begannen zum ersten Mal uns selbst die Frage zu stellen: „was bedeutet dieser Wandel eigentlich für uns?“ Für uns als IT-Dienstleister?

Wir haben unzählige Wochen lang die knapp 15 vergangenen Jahre Revue laufen lassen. Unzählige Daten verarbeitet, Umsatzzahlen verglichen, Supportaufwände und Vor-Ort Einsätze analysiert, Kunden E-Mails und Feedback mit einfließen lassen, und uns letztlich die Frage gestellt ob die „Klassische“ IT-Dienstleistung überhaupt noch Zukunft hat?
Umso mehr Erkenntnisse man erlangte umso mehr fragte man sich ob man nicht einfach aufhören solle? Denn schließlich heißt es ja immer: „man solle aufhören wenn es am Schönsten ist“ 🙂 Und für uns waren es wirklich spannende, herausfordernde und schöne Jahre in dieser Branche.

Letztendlich wollte ich mich von diesen vergangenen Daten und demotivierenden Erkenntnissen nicht weiter schikanieren lassen! Ich bin gern ein fröhlicher und motivierter Mensch und meide eben Dinge die ins Gegenteil führen 😉  Und so nahm ich alles und warf es zusammen in einem Topf und ließ dies mal bei mittlerer Hitze köcheln 🙂 Und dann ruhte alles erstmal…
Durch zunehmenden Kundenanfragen über die Besorgnis der kommenden DSGVO-Verordnung entschieden wir uns erstmal selbst eine Weiterbildung zum  „Zertifizierten Datenschutzbeauftragten“ zu absolvieren, es lag ja auch auf der Hand: wer hat am meisten mit Daten zu tun? Natürlich der IT-Dienstleister!
Somit betrifft diese neue Verordnung ja uns selbst am intensivsten – was einem gewissermaßen auch zur gefundenen Zielscheibe macht! (In Anbetracht der hohen Strafen und zu erwartenden Abmahnwellen).
Gesagt getan setzten wir uns mal mit dieser Materie intensiver auseinander um auch zu verstehen was diese Verordnung für uns selbst als Unternehmen bedeutet. Umso mehr wir uns mit diesem Thema beschäftigten umso mehr begannen wir auch unsere Kunden bei der Umsetzung zu „Begleiten“ und zu „Beraten„.

Schnell erkannten wir das diese Verordnung nicht nur „Missverständnis„, „Panik“ und „Angst“ schürten, sondern das sich Unternehmen und Unternehmer zum ersten Mal „bewusst“ werden was der Umgang mit Informationen und Daten denn eigentlich bedeutet! Das sind ja „sensible“ Daten? Meine Daten sind mein „Kapital„?, sind meine Daten ausreichend „geschützt„? Das Thema Datenschutz und der Umgang mit Daten und Informationen war ja nicht neu! Wurde dies doch schon in der DSG2000 eindeutig geregelt und beschrieben!
Die EU-DSGVO welche eigentlich eine Erweiterung der DSG2000 ist, hatte eine Übergangszeit von 2 Jahren. Plötzlich neu? Oder plötzlich erst „bewusst“ geworden was man in all den Jahren „unbewusst“ außer Acht gelassen hat 🙂

Die DSGVO ist somit auch Initiator des „Bewusst-Werdens“ und hat die Transformation in Richtung Digital 4.0 erst so richtig mit in Schwung gebracht. Ich bin sogar überzeugt das die DSGVO notwendig war um überhaupt den Prozess neues Zeitalter gehen zu können um überhaupt fähig zu sein sich in Version 4.0 zu transformieren, sich weiter zu entwickeln, um seine bisherige Digitalisierung und Datenhandhabung gezwungenermaßen zu überdenken und zu überarbeiten.

Altbewährtes? oder Neues? oder Beides? oder komplett was anderes?

Und eines schönen Abends saß ich so da und erinnerte mich an meinem Topf welcher weiterhin vor sich hin köchelte. Also wollte ich, neugierig wie ich nun mal bin, nachsehen was mein Topf so treibt. Was ich vorfand war zuerst einerseits beängstigend und andererseits doch irgendwie schön anzusehen, fast schon faszinierend. Erst dann erkannte ich was wirklich los war: da „erwachte Leben“ in meinem Topf!
Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich begriff was dieser Wandel, diese Transformation eigentlich wirklich bedeutet! Das jeder die Chance auf etwas völlig neuem hat, und das zu gleichen fairen Bedingungen. Und das was da zum Leben erwachte war in der Tat etwas völlig Neues. Etwas vollständig „Neues“ wurde geboren und entwickelte sich so langsam dahin. Ein neues Ich?, Ein neues Unternehmen?, Neue Geschäftsfelder?, Neue Produkte? Neue Lösungen und Leistungen?

Ich erhöhte die Temperatur und gab noch ein paar Zutaten hinzu um den Prozess zu beschleunigen, es packte mich wie bei einem mitreißenden Film 🙂 Die ganze Zeit gespannt was heraus kommt, wie es sich entwickelt, was es werden wird. Ich fieberte regelrecht vor Spannung und in dieser Phase entzündete sich ein Funke voller Motivation, voller Energie, voller Tatendrang. Nach der Erhöhung der Kochtemperatur beschleunigte sich nicht nur die Entwicklung des „neuen“, sondern auch die unmittelbare Entwicklung und Transformation bei uns selbst!

Ich kann nicht sagen ob wir genug Web 2.0 oder Digital 4.0 sind. Ob mir MISA 4.0 sind/werden oder einfach nur ein Redesign. Eine neue Hülle mit altem Inhalt! Denn eines ist gewiss -> „Veränderung“ heißt auch „loslassen„. Loslassen von alten Glaubenssätzen und von alten Strukturen. Vielleicht ist das auch das schwierigste was ein Unternehmer machen kann! Man hat ja schließlich auch Verpflichtungen und Verantwortung! Man möchte kein Risiko eingehen, warum loslassen was bisher funktionierte und mich und meine Mitarbeiter ernährte?

Aber so wie auch bei uns persönlich im Leben muss man manchmal einen „radikalen“ Schnitt machen um weiter vorwärts zu kommen! Warum sollte etwas was man auf den Menschen anwendet nicht auch für ein Unternehmen funktionieren?
Und dann passierte es, wie ein Urknall! Die Transformation des Neuen in meinem Kochtopf beschleunigte sich immer mehr, es entstanden neue Geschäftsfelder, neue Strukturen, neue Produkte, neue Lösungen, kleine in sich funktionierende separate Ökosystem (Marken, Geschäftsbereiche – auch außerhalb der IT, immer mehr Puzzleteile fügten sich zusammen und ließen sich entweder einzeln nutzen oder miteinander kombinieren um wieder neue Produkte und Leistungen zu kreieren. Es schien wie ein Zauberkasten mit unendlich vielen Möglichkeiten. Man konnte es eigentlich kaum glauben ob und das dies alles funktionieren könne oder solle!

Aber wenn etwas von sich aus, sich fast organisch entwickelt, es wächst und zum Leben erwacht, ist dies dann nicht die höchste Form unseres Lebens und unseres Seins? Man erschafft etwas völlig neues und meint fast das die Digitalisierung nicht mehr nur aus Einsen und Nullen besteht, sondern lebt! Eine organische Beschaffenheit hat. Eine lebendige IT könnte man sagen und genau das ist es wo wir uns hinbewegen werden in den nächsten Jahren. Die Transformation der Digitalisierung wird Datenverarbeitung zu etwas wunderschönen werden lassen, dieses Lebewesen wird die Kraft eines jeden Unternehmers! Wir werden alle zu Künstler und Dirigenten des Unternehmertums. Erschaffen, sich miteinander vernetzen, miteinander verschmelzen, miteinander Arbeiten. Wie ein kollektives Wirtschaftssystem wo sich jeder einfügt und mitwirkt.

Der Informationsfluss wird sich beschleunigen, ineinander fließen und verschmelzen. Zunehmende Automatisierung, Globalisierung und Expansion in einer neuen dynamischen Welt – welche jedem die gleichen Möglichkeiten bietet!

Hat der IT-Dienstleister noch Zukunft oder bereits ausgedient?

Wird es den klassischen „IT-Dienstleister“ auch in Zukunft noch geben? Wir sagen klar Nein! Der IT-Dienstleister wird zum Service Manager. Der Bedarf an Beratung und Umsetzung in den Bereichen „Datenschutz“ und „IT-Security“ wird massiv zulegen. Man könnte sagen der IT-Dienstleister muss in etwa zu einem Unternehmensberater werden! Es ist nicht mehr nur die funktionierende Hardware von Belange (die funktioniert heutzutage ja ohnehin tadellos), sondern man wird zum ganzheitlichen „IT-/Datenschutz-/Security-/Unternehmensberater“ seiner Kunden. Man wird in Zukunft seine Kunden mehr in die Umsetzung von Lösungen mit einbeziehen. Man wird sich nicht nur auf die IT und deren Sicherheit fokussieren sondern sich gemeinsam mit dem Kunden in gesamte Unternehmensprozessstruktur einbringen. Man wird gemeinsam Konzepte entwickeln und umsetzen und sich gemeinsam mit anderen Transformierten verbinden!

Ein „Netzwerk„, ein „Cluster„, ein „Miteinander„. Die klassische IT-Dienstleistung bzw. IT-Betreuung haben wir nicht ganz losgelassen, wir haben sie verändert und integriert in Form von „Automatisierten Managed Services„. Es ist verblüffend wie viele Tätigkeiten welche man früher persönlich mit eigener Hand ausführte sich eigentlich automatisieren und steuern lassen! Mit der Automatisierung beschleunigt sich nicht nur die Effizienz, sondern sie gibt einem wieder den Freiraum den man benötigt genau das zu tun was man am besten kann: vor Kreativität sprühen und diese mit den Kunden gemeinsam nutzen um in neuen Tätigkeitsbereichen mitzuwirken und gemeinsam mit dem Kunden zu wachsen!

Wir freuen uns Teil der Digitalisierung 4.0 zu sein, die Transformation nicht nur selbst mitzuerleben, sondern gemeinsam mit unseren Kunden und natürlich unterstützend und begleitend bei unseren Kunden, diese auch mit zu gestalten sowie hier aktiv an der globalen Transformierung mitzuwirken!

Besonders freuen wir uns auf die kommenden Monate selbst zu erleben was diese Transformation aus uns und unserem Unternehmen macht. Neue Geschäftsfelder, neue Produkte, neue Leistungen, mehr Dynamik, mehr Präsenz und darauf dies unseren Kunden, Partnern, Bekannten und Interessierte Präsentieren zu dürfen.

In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen welche diesen Blog bis hier zu Ende gelesen haben, wünsche einen angenehmen und erholsamen sonnigen Sonntag und für morgen einen motivierten Wochenstart 🙂

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Verfasser:
Michael Hofmann (CEO – MISA Business Solutions)